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Chromebooks Linux systemd

Chromebooks: Hardware-Ausschalter deaktivieren

Manchmal passiert es, dass man auf Chromebooks versehentlich den Ausschalter anstelle der Return-Taste drückt. Denn bei manchen Modellen ist (bzw. war) ist die Taste leider genau über der Return-Taste. Je nach Desktop kann es dann passieren, dass man versehentlich das System ausschaltet, was sehr ärgerlich ist.

Hinweis: Diese Schritte gelten für die Distros, die systemd benutzen. Ich habe aus auf meinem HP Chromebook mit Arch Linux durchgeführt.

In der Datei /etc/systemd/logind.conf den Eintrag HandlePowerKey=poweroff durch HandlePowerKey=ignore ersetzen. Anschließend muss der logind-Dienst neu gestartet werden. Das geht per systemctl restart systemd-logind. Neustart tuts auch.

Nach dem Neustart (von logind) ist der Powerkey deaktiviert.

Übrigens: Die Hardreset-Kombination Reload (F3) und Powerkey ist davon übrigens nicht betroffen, da es ein in der Hardware eingebauter Schalter ist.

Bild: https://en.wikipedia.org/wiki/Chrome_OS#/media/File:Google_Chrome.svg

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Chromebooks News

Chromebooks bekommen Google Play

Chromebooks werden mit Chrome OS ausgeliefert, das massiv auf Webtechnologie basiert.

Das macht es zwar sehr leichtgewichtig, aber auch vom Web abhängig. Das ist auch der Haken, viele Anwendungen funktionieren auf dem Chromebook nicht, solange man nicht Crouton oder gar ein anderes Linux installieren möchte.

Seit einiger Zeit war es über Tricks möglich, einige Android Apps mittels einer Runtime auf Chrome OS direkt auszuführen – kurze Zeit später konnte man das dann über Google – ganz offiziell – für einige wenige Apps tun.

Nun hat Google angekündigt, den Google Play Store auch für Chrome OS verfügbar zu machen. Hier gibt es einer Liste der Chromebooks, die Android Apps unterstützen (werden).

bild

Auf jeden Fall ist es ein sinnvoller Schritt für den User, für Entwickler dürfte das eine weitere Plattform bedeuten, die sicherlich ihre Anpassungen benötigt. Es ist zwar davon auszugehen, dass Chrome OS lediglich eine (Java-) API für die Android Apps bereitstellt, aber alleine die Eingabegeräte und Bildschirmgrößen werden Anpassungen in den Apps notwendig machen. Bis viele Apps wirklich „gut“ auf Chrome OS laufen, wird also noch einige Zeit nach dem ersten Roll-Out vergehen.

Das Update für Chrome OS und Google Play wird nach und nach ausgerollt, beginnend mit Developer Channel M53 auf dem ASUS Chromebook Flip, Acer Chromebook R 11 und dem neusten Chromebook Pixel.

Mehr Infos zu dieser Ankündigung gibt es hier


Bild: Screenshot Google Chrome Blog (https://chrome.googleblog.com/2016/05/the-google-play-store-coming-to.html)

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Chromebooks Linux Ubuntu

Update von Ubuntu 15.04 auf dem Chromebook

Das Update von Ubuntu ist in der Regel unkritisch. Beim Chromebook sollte man jedoch einige Punkte beachten, um „ach Mist wie war das nochmal?“-Effekte zu vermeiden.

Xorg.conf.d – Touchpad Das Update überschreibt die Konfiguration des X-Servers, somit wird die Sensibilität des Touchpads erheblich reduziert. Sollte die Konfigurationsdatei bereits überschrieben worden sein, so kann der Inhalt auf dieser Seite bezogen werden. Die Datei liegt unter Ubuntu in /usr/share/X11/xorg.conf.d/50-cros-touchpad.conf.

Speicherplatz Solltest Du noch die Standard 15 GB-SSD nutzen, so sollten ca. 3 GB freier Speicher vorliegen. Sonst ist es ärgerlich, dass der Upgradeprozess „mittendrin“ abbricht, da kein Speicher mehr vorliegt. Ich habe mein Chromebook (HP Chromebook 14) bereits auf 15.04 (von 14.04 ausgehend) aktualisiert. Ich konnte bisher keine Probleme feststellen. Im Kernel 3.19.0-15-generic, den Ubuntu 15.04 einsetzt, wurden die Chromebook Patches integriert, wodurch Touchpad und Co. direkt funktionieren 🙂 (ich würde es jedoch immer empfehlen, dass cros-haswell.sh-Skript parat zu haben, für alle Fälle).

Bild: https://insights.ubuntu.com/press-centre/

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Chromebooks Hardware Linux Ubuntu

Chromebooks – Warum ich doch wieder Ubuntu verwende

Ich habe ursprünglich Ubuntu nur auf dem HP Chromebook installiert, um auszutesten, ob dies überhaupt machbar bzw. benutzbar ist. Direkt im Anschluss habe ich dann mich wieder anderen Distributionen (Linux Mint, Manjaro etc.) auf dem Chromebook gewidmet. Es gibt jedoch einen Aspekt, den meiner Meinung nach keine Distribution erreicht – eine in sich geschlossene User Expierience. Ich meine damit nicht nur, dass die Designs einer klaren Linie folgen – es geht auch um den insgesamten Eindruck des Systems. Ich hatte in den letzten Tagen auf dem Chromebook Linux Mint installiert, welches zwar lief, aber irgendwie auch an vielen Stellen hakte, z. B. dem Touchpad, das sich im Vergleich zu Ubuntu sehr klobig verhielt, trotz identischer Treiber + Konfiguration. Ich bin gewöhnlich kein großer Freund von Ubuntu – eher von Arch und Co. Aber mich reizt an Ubuntu einfach diese in sich geschlossene Benutzererfahrung. Dadurch habe ich mich wieder entschieden, wieder Ubuntu (14.04 LTS) einzusetzen. Die Installation, die ich inzwischen schon mehrfach durchgespielt habe, läuft wie zu erwarten einwandfrei. Bis auf das Touchpad lässt sich ja alles Out-Of-The-Box verwenden, wie ich bereits in meinem Erfahrungsbericht ausführlich erläutert habe. Gerade die Tatsache, dass viele Aspekte vorab konfiguriert sind, kommt mir hier zu Gute. Ich möchte beim Chromebook das Betriebssystem installieren, ein wenig anpassen und dann meine Anwendungssoftware darauf installieren. Im Gegensatz zu meinen anderen Systemen will ich nicht mich tief im System vergraben und dieses von Grunde herauf konfigurieren. Das ist hier einfach nicht notwendig. Ich empfehle übrigens ganz klar https://fixubuntu.com/. Dieses deaktiviert die Onlinesuche, die zurecht datenschutztechnisch mehr als bedenklich ist.

Vielleicht ist auch Unity einer der Gründe

Unity ist inzwischen sogar recht nutzbar

Unity ist inzwischen sogar recht nutzbar Ich muss vielleicht erwähnen, dass ich Umgebungen wie GNOME oder Unity, die ich ursprünglich mehr als gehasst habe eigentlich inzwischen recht benutzbar finde. Dabei möchte ich diese noch lange nicht als perfekt bezeichnen – aber sie bieten einfach eine in sich geschlossene Erfahrung, was gerade für „normale“ Benutzer viel ausmacht.

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Chromebooks Hardware Linux Ubuntu

Ubuntu auf dem Chromebook: Ein kurzes Zwischenfazit nach einem Monat

Ich nutze auf meinem Chromebook jetzt knapp einen Monat lang ein „normal“ installiertes Ubuntu. Dabei verwende ich ein HP Chromebook 14. Meinen Ersteindruck der Ubuntu-Installation habe ich bereits in meinem letzten Artikel zu diesem Thema zusammen gefasst. Ich möchte in diesem Artikel noch einmal einige Aspekte zum letzten Artikel ergänzen, die sich nach einiger Zeit des Arbeitens mit dieser Konfiguration ergeben haben.

Hardware Die Hardware funktioniert nahezu ohne Probleme. Klammere ich jetzt den Touchpad-Fix aus , dann funktioniert alles tadellos. Ich habe nur das Gefühl, dass die Temperatur etwas höher ist als im reinen ChromeOS-Betrieb. Das ist nicht weiter verwunderlich, da im Vergleich zu ChromeOS etwas mehr Hintergrundprozesse laufen. Auch muss man natürlich sagen, dass Ubuntu naturgemäß recht viele Programme vorinstalliert und zum Teil mitaktiviert hat. Ich kann an dieser Stelle nur von einer fühlbaren Temperatur reden, die man auf dem Gehäuse spüren kann. Ob das langfristig Probleme machen könnte, ist schwer zu sagen. Das Gerät ist nicht am glühen, aber es ist eben etwas wärmer. Spätestens dann, wenn das Gerät etwas Staub in der Lüftung haben sollte, muss man hier sicher stellen, den Staub zu beseitigen. Ich kann mir vorstellen, dass dies sonst langfristig zu einem Hitzeproblem führen könnte.

Software Das Starten des Laptops geht flott von der Hand (< 10 Sekunden), man muss nur daran denken, dass beim Bootvorgang STRG+L betätigt werden muss, da ansonsten nach einem ChromeOS gesucht wird. Man kann diese Überprüfung natürlich ausschalten, aber das empfehle ich gerade für Anfänger ganz und gar nicht. Zumal diese diese Bestätigung eigentlich nicht wirklich störend ist. Wie fast zu erwarten war – nach einer Woche habe ich Unity den Laufpass gegeben und stattdessen MATE installiert. Dieses benötigt deutlich weniger Ressourcen als Unity. Und ich bin einfach nach wie vor ein Freund der „guten alten“ GNOME 2 Oberfläche. Ich empfehle ganz klar, weder GNOME 3 noch KDE noch Unity zu benutzen. Bei diesen handelt es sich um grafisch sehr aufgehübschte Oberflächen, die jedoch für dieses Gerät einfach zu viel Leistung in Anspruch nehmen. Im normalen Arbeiten erreicht man durch Unachtsamkeit einen Punkt, an dem die Hardware zum Flaschenhals wird – 2 GB RAM sind nun einmal nicht die Welt. Achtet man jedoch etwas darauf, ungenutzte Tabs im Browser zu schließen oder das gleiche mit ungenutzten Programmen zu tun, kommt man damit auch aus. Zumindest wenn man wie ich, häufig nur einen Texteditor und einen Browser benötigt 😉

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Chromebooks Hardware Linux Ubuntu

Ubuntu auf dem Chromebook: Ein Erfahrungsbericht

Ich habe ja bereits in der Vergangenheit über meine Erfahrungen mit meinem Chromebook berichtet. Bei einem Chromebook handelt es sich im Grunde genommen um einen normalen Laptop, auf dem ChromeOS zum Einsatz kommt. Dabei ist (glücklicherweise) das Gerät nicht gesperrt, sodass man nach Aktivierung eines speziellen Entwickler-Modus z. b. auch eine Eingabeaufforderung benutzen kann, um an de System Änderungen auszuführen. So lässt sich beispielsweise mit Crouton ein Linux installieren, dass gleichzeitig mit ChromeOS läuft und sich die Ressourcen (und den Kernel) mit ChromeOS teilt. Das funktioniert auch, wenn man vernachlässigt, dass die Ressourcen dabei schnell sehr knapp werden können. Chromebooks sind, wie ich erwähnt habe, ja „normale“ Laptops, jedoch sind die Ressourcen recht begrenzt. So hat das klassische Chromebook eine SSD unter 20 GB und 2-4 GB Arbeitsspeicher. Komischerweise haben die Geräte für den europäischen Markt nahezu immer 2 GB RAM. Aufgrund der Ressourcenknappheit habe ich mich einmal dazu entschlossen, ein Linux klassisch auf der SSD zu installieren. Hier mein Erfahrungsbericht zu diesem Experiment. Vorweg, mein HP Chromebook 14 befindet sich im Entwicklermodus und erlaubt Legacy Boot, z. B. von Wechseldatenträgern oder externen Laufwerken. Ansonsten lässt sich kein anderes Betriebssystem starten. An der Hardware habe ich keinerlei Änderungen vorgenommen, um mir zu ermöglichen, wieder den Schritt zurück zu ChromeOS zu wagen.

Versuch #1 Manjaro 0.8.10 Ich habe als erstes Linux getestet, ob sich Manjaro installieren lässt. Leider scheint der Syslinux-Bootloader des Installationsmediums sich mit einem Hardwareparameter (ich nehme an, dass es der Arbeitsspeicher ist) nicht zu vertragen. Da man Syslinux schlecht debuggen kann und ich auch keinen Anhaltspunkt gefunden habe, woran das liegen könnte, habe ich Manjaro zunächst vertagt.

Versuch #2 Ubuntu 14.04 Im nächsten Versuch habe ich eine Ubuntu 14.04-DVD verwendet. Ich würde lieber ein Arch-System nutzen, aber wie bereits erwähnt bootet dies nicht 🙁 Die Installation lief problemlos, ohne Tricks lässt sich jedoch keine Parallelinstallation von ChromeOS und Ubuntu durchführen. Ich möchte anmerken, dass dies bei 16 GB Platz auf der SSD auch wenig ratsam ist. Daher habe ich die Platte komplett für Ubuntu verwendet und ganz normal den Bootloader auf die SSD geschrieben. Das funktioniert auch einwandfrei. Beim Starten des Chromebooks wird dieses aufgrund des aktivierten Entwicklermodus die Warnung über die fehlende Betriebssytemüberprüfung anzeigen. Auf diesem Bildschirm sollte man die Kombination STRG+L wählen, um das BIOS-Menü zu öffnen. Eine weitere Eingabe ist nicht notwendig! Vergisst man STRG+L zu wählen, so wird sich das gewohnte Piepsen bemerkbar machen und das Gerät wird meckern, dass ChromeOS (offensichtlich) fehlt oder beschädigt ist.

Konfiguration notwendig Touchpad Nach dem Start wird man – wie gewohnt – vom Loginbildschirm begrüßt. Da fällt schnell auf, dass das Touchpad nicht funktioniert. Man benötigt hierfür einen Fix, der hier oder hier bezogen werden kann. Der Fix kann wie folgt installiert werden:

wget https://gist.githubusercontent.com/squarerootfury/149e1da5deec73df95f0/raw/bc8d675859615e026f1e3a32b4ee427105dab6fc/cros-haswell-modules.sh
chmod +x ./cros-haswell-modules.sh
sudo sh ./cros-haswell-modules.sh

Dieser Fix macht nichts anderes, als Patches, die eingereicht wurden und den Linux-Kernel um notwendige Chromebook-Treiber zu ergänzen, zu kompilieren und zu nutzen. Wem das zu kritisch ist, kann sich temporär mit einer Maus behelfen und auf Linux 3.17 warten. In dieser Kernelversion sollen die Chromebook-Patches eingepflegt werden, eine händische Fehlerbehebung wird dann nicht mehr notwendig sein.

Wenn Du ein Update des Betriebssytems installierst kann es passieren, dass dein Touchpad nicht mehr funktioniert. Das liegt daran, dass die Veränderungen des Skripts für einen neuen Linux-Kernel fehlen. Hier einfach das Skript erneut ausführen und neu starten. Nach Ausführung des Fixes sollte man nun noch eine Konfiguration vornehmen, da sonst die Empfindlichkeit des Touchpads viel zu gering ist.
sudo nano /usr/share/xorg.conf.d/50-cros-touchpad.conf

In diese neu erstellte Datei sollte man den auf https://wiki.archlinux.org/index.php/HP\_Chromebook\_14#Touchpad\_Configuration dargestellten Inhalt einfügen. Nach einem Neustart funktioniert das Touchpad auch.

Standby Auch der Standby lässt sich mit etwas Konfiguration zum Funktionieren bewegen. Auf dieser Seite einfach die Punkte des Abschnitts „Solve Issues with suspend“ befolgen. Nach einem Neustart funktioniert nun auch der Standby.

Tastaturlayout Per Standard sind die oberen Tasten als Sondertasten belegt. Ergo hat man keine F-Tasten. Wenn man in das TTY-Terminal wechseln will, muss man das Tastaturlayout bearbeiten!

Hardware funktioniert überraschend gut Überraschenderweise funktioniert ein Großteil der Hardware ohne Probleme, wenn man die notwendigen Fehlerbehebungen für das Touchpad ausklammert. Was funktioniert:– Sondertasten (Lauter, Leiser, Bildschirmhelligkeit hoch, Bildschirmhelligkeit runter)

  • Webcam (ohne jegliche Anpassung!)
  • Mikro
  • Soundausgabe
  • Bluetooth
  • USB
  • Standby (Nach Konfiguration)
  • Touchpad (Nach Konfiguration)
  • SD-Kartenleser
  • ..eigentlich alles

Ressourcen beachten! An und für sich läuft Ubuntu auf dem Chromebook recht stabil. Bei Unity zeigte sich ein Bug, bei dem das HUD den Tastatur- und Mausfokus nicht erhalten hat. Somit ist die Oberfläche an und für sich recht nutzlos gewesen. Daher habe ich anschließend GNOME getestet, der jedoch für meine Verhältnisse einfach zu viel Arbeitsspeicher in Anspruch nimmt. Daher habe ich aktuell MATE in Verwendung, dass deutlich wengier Arbeitsspeicher verbraucht. Man muss immer beachten, dass das Chromebook wenig RAM hat. Überraschenderweise laufen sogar Effekte von GNOME 3 oder Unity ohne wirkliche Ruckler. Man sollte es sich jedoch zwei mal überlegen, ob man nicht eine leichtgewichtigere Oberfläche nimmt. Ein Vergleich: – GNOME 3 – 1,1 GB vebraucht (im Leerlauf)

  • MATE – MB vebraucht (im Leerlauf)Der Festplattenspeicher ist recht beengt. Man kann natürlich eine neue SSD einbauen, aber man kann auch eine SD-Karte nutzen. Ich persönlich empfehle, möglichst nicht hardwaretechnisch am Chromebook Hand anzulegen. Handelt man ungeschickt, macht man sich das Chromebook kaputt.
  • Akkulaufzeit niedriger als normal Es zeigte sich, dass sich die Akkulaufzeit verschlechtert, wenn man auf dem Chromebook Ubuntu verwendet. Je nach Verwendungszweck und der verwendeten Oberfläche ist die Akkulaufzeit unterschiedlich. Bei GNOME 3 hatte das Chromebook eine Akkulaufzeit von 4 h, was mMn zu wenig ist. Mit MATE habe ich hochgerechnet eine Akkulaufzeit von ~ 6h, ein Praxistest steht noch aus.
  • Temperatur leicht höher als unter ChromeOS Die Temperatur pendelt sich meist bei rund 44 °C ein.
  • Fazit – Was bringts? Die Installation von Ubuntu macht nur dann Sinn, wenn man das Chromebook als günstigen Linux-Laptop ansieht und für ein voll nutzbares Linux alle Ressourcen des Systems nutzen möchte. Alle diejenigen, die mit ChromeOS auch klarkommen, sollten hingegen Crouton benutzen. Wem die Speicherkapazität der SSD zu gering ist, kann auch eine größere SSD einbauen. Das erfordert aber ein größeres handwerkliches Talent, außerdem kann man damit das Chromebook schrotten. Ansonsten kann man auch eine SD-Karte einsetzen, da das Chromebook ja einen SD-Kartenleser besitzt. Für jemanden, der z. B. wie ich nahezu nur einen Browser, Texteditor und ein funktionsfähiges Linux benötigt ist das Chromebook mit Ubuntu durchaus eine Idee. Aber man sollte sich im klaren sein, dass man auch mit den begrenzten Ressourcen haushalten muss, die sonst schnell zur Neige gehen. Daher lautet meine Empfehlung: Unity, GNOME und KDE nicht nutzen, dafür auf XFCE, LXDE, MATE, E17, OpenBox, FluxBox, IceWM und Co. setzen. Das spart Ressourcen und verlängert die Akkulaufzeit. Übrigens: Für ein kleines Spiel, z. B. LIMBO oder Reus reicht die Hardware aus, obwohl sich der CPU-Lüfter lautstark bemerkbar macht. > Dies ist ein Erfahrungsbericht. Ich habe meine Erfahrungen mit diesem Thema hier abgebildet. Toll wenn ich Dir damit helfen konnte. Ich kann natürlich nicht garantieren, dass dies zu 100 % überall funktioniert. Befolgen der Schritte auf eigene Gefahr!Ubuntu-Logo: http://design.ubuntu.com/downloads?metadata=element-logo+brand-ubuntu
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Chromebooks Hardware

Chromebook: Mein Fazit nach 4 Monaten

Im März dieses Jahres habe ich mich mit einem Chromebook an ein kleines Experiment herangewagt. Bei Chromebooks handelt es sich um günstige Notebooks, die das Google Chrome OS als Betriebssystem verwenden. Dieses Betriebssystem versucht den Chrome-Browser als eine zentrale Komponente im Betriebssystem zu verankern – Programme gibt es nur als Web-Apps, sprich Browseraddons. Jedoch sind die Chromebooks nicht seitens des Herstellers so geschlossen, dass man am System nicht herumspielen könnte, was ein Chromebook für mich erst interessant gemacht hat, denn man kann darauf ein „normales“ Linux verwenden 🙂

Das Gerät Ich habe mir das HP Chromebook 14 gekauft. Vorweg muss man sagen, dass der Preis unter 350 € kein Hochleistungsgerät verspricht, aber dafür ist ein Chromebook auch nicht gedacht. Da ich auf dem Gerat auch arbeite, kam ein 11 Zoll Gerät nicht in Frage. Und 14 Zoll ist auch nicht zuletzt für diesen Preis vollkommen in Ordnung. Intern arbeiten in Chromebooks häufig Intel Celeron bzw. ARM-SoC’s. Letztere takten vor allem im Samsung Chromebook, welches ich mir aufgrund der ARM-Architektur nicht zugelegt habe, da ich x86-Pakete verwenden wollte. Alle Chromebooks verwenden SSD’s, die häufig 16 GB groß sind.

Interna – Betriebssytem und Co. So, das ist der interessante Teil. Ich habe mein Chromebook direkt in den Entwicklermodus versetzt. Der verursacht zwar eine lange Bootzeit von 30 Sekunden (ja, für ein Chromebook ist das lange, da es regulär in 5(!) Sekunden bootet). Der Entwicklermodus gibt die Möglichkeit, auf eine Linux-Shell zuzugreifen. Ich finde, dass der Entwicklermodus an einer Stelle aus Sicht der Benutzerfreundlichkeit bzw. Robustheit sehr gefährlich ist: Drückt man versehentlich beim Booten die Leertaste, wird das Chromebook wieder zurückgesetzt. Warum das Ganze? Ganz einfach: Um ein „normales“ Linux zu verwenden. Natürlich könnte man sagen, dass ich mir gleich ein „normales“ Notebook hätte zulegen können, aber Chromebooks bieten hier gleich mehrere Vorteile: Zum einen kann ich, wenn ich nur etwas im Internet recherchieren möchte, auf Chrome OS zurückgreifen. Und wenn ich dann auf normale Linux-Programme zugreifen möchte, kann ich dann auf ein „normales“ Linux wechseln. Ich schreibe „normal“ daher in Anführungszeichen, da ich nicht auf eine Dualboot-Lösung zurückgegriffen habe. Mittels der Open-Source Sofware croagh ist es möglich, sich Arch Linux auf dem Chromebook zu installieren. Dabei startet das installierte Linux nicht selbständig, sondern wird in einer CHROOT-Umgebung, quasi als „Linux-im-Linux“ gestartet und verwendet die Ressourcen des Hostsystems, wie den Kernel. Es gibt übrigens auch crouton, das auch Ubuntu bereitstellt ;). Es gibt auch eine Dualboot-Umgebung, aber ich wollte gerne im Betrieb zwischen den Systemen wechseln können, ohne neu starten zu müssen. Für meine reguläre Arbeit als Programmierer, der viel mit PHP arbeitet, ist diese Lösung nahezu optimal. Der Bildschirm ist ausreichend groß und das Linux arbeitet soweit problemlos, ich benötige keine ressourcenhungrige IDE, lediglich einen Texteditor und GVFS-Support zum Einhängen des Servers. Insofern ist alles vollkommen ausreichend.

Alltag Mein Chromebook hat häufig Uptimes von mehr als einer Woche. Das liegt daran, dass ich das Chromebook im StandBy belasse. Meistens lasse ich das Arch-Linux selbst aktiv, wodurch ich beim Aufklappen auch wieder direkt im Linux bin und weiterarbeiten kann. Die StandBy-Laufzeit ist (für meine Verhältnisse) recht lang, das Gerät kann über Tage hinweg im Standby bleiben. Im Betrieb ist die Akkulaufzeit bei aktivem Arch etwas verkürzt, kann bei durchgehendem Arbeiten aber durchaus einen (Arbeits-)Tag aushalten. Ach übrigens, zum Thema Datenschutz: Man kann in Google Drive seine Daten legen. Muss man aber nicht. Es gibt einen SD-Karten Steckplatz, auf dem man eine ausreichend große SD-Karte einstecken kann. Dann kann man den internen Speicher von 16 GB aufstocken und den neu gewonnenen Speicher verwenden. Insgesamt arbeitet das Chromebook mit Arch ohne Probleme. Nur kann es gelegentlich zu ein paar Problemen kommen, beispielsweise kann die Helligkeit etwas zu niedrig sein, wenn man von Chrome OS zurück nach Arch Linux wechselt.

Mein Fazit nach 4 Monaten Gut: + Unschlagbarer Preis + (Nach etwas Konfigurationsaufwand) „normales“ Linux nutzbar. Weniger Gut: – Etwas leistungsschwach – Häufige Gedenksekunden in Linux. – Wenig Speicher (nur 16 GB, i. d. R. 8 GB benutzbar) – In Arch Linux gibt es gelegentlich unerklärbare Grafikfehler

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Chromebooks Kurztipp Linux Open Source Ubuntu

Crouton und XFCE: Sinnvolle Tastatur – Hotkeys

XFCE bietet wie viele andere Umgebungen die Möglichkeit, Tastatur-Hotkeys zu verwenden. Leider sind oftmals nicht alle beliebten Hotkeys bereits vorkonfiguriert. Nutzt man XFCE mithilfe von Crouton auf einem Chromebook, so wird XFCE auch nur mit der minimalen Konfiguration installiert. Häufig ist der per Taste auszulösende Befehl eine ganze Befehlskette, die ausgeführt werden muss. Ich habe an dieser Stelle einige Tastatur – Hotkeys zusammengetragen, die man benötigt, um z. B. die Lautstärke- und Helligkeits-Tasten auf der Tastatur nutzen zu können.

Hotkey-BefehlErklärung
amixer sset Master toggleAudioausgabe Stumm schalten/ wieder aktivieren (Alsa Audio)
amixer sset Master 10-Verringern der Lautstärke um 10 % (Alsa Audio)
amixer sset Master 10-erhöhen der Lautstärke um 10 % (Alsa Audio)
brightness upBildschirmhelligkeit erhöhen
brightness downBildschirmhelligkeit verringern
xfce4-popup-applicationsmenuAppmenü von XFCE anzeigen

Die Einstellungen für die Hotkeys lassen sich im Anwendungsmenü –> „Einstellungen“ -> „Tastatur“ vornehmen. Am Rande sei erwähnt, dass die „Suchen“ – Taste der Chromebook – Tastatur intern nur eine Super – Taste 😉 ist und kann somit ganz normal mit einer Verknüpfung belegt werden kann!