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Rocket League auf Linux

Mit dem gestern in Mitteleuropa erschienenen „Rumble“ Update kommen neben dem neuen gleichnamigen chaotischen Modus auch native Ports für SteamOS und Mac.

Es gibt ein paar verzeiliche Macken, da das Spiel noch in der Beta-Phase ist. Z. B. ist das Spiel immer auf englisch eingestellt, unabhängig davon, was man eingestellt hat. Außerdem hat man unter Linux andere Statistiken als auf Windows.

Offiziell unterstützt der Hersteller nur SteamOS, aber das stellt für das Spielen keinen wirklichen Unterschied dar. Sowohl auf Ubuntu 15.10 als auch 16.04 läuft das Spiel nahezu einwandfrei (sogar unter GNOME und Unity). Erst wenn es richtig zur Sache geht (z. B. bei verketteten Explosionen) kann es mal etwas stottern. Bei meinem Test habe ich das Spiel auf der gleichen Konfiguration wie unter Windows getestet.

Weitere Infos zum Update gibt es hier.

Controller der XBOX 360 benutzen

Um meinen XBOX 360 Controller nutzen zu können benutze ich den xboxdrv Treiber. Dieser liegt in einem PPA in der Version 0.8.8 vor und kann wie folgt installiert werden

sudo add-apt-repository ppa:grumbel/ppa
sudo apt-get update && sudo apt-get install xboxdrv

Achtung: Es gibt noch das Kernelmodul xpad, dass eventuell vorhanden sein kann. xboxdrv und dieser kollidieren miteinander, daher sollte man diesen blacklisten/ und oder entladen.

Permanent lässt sich dieser mit den folgenden Befehlen blacklisten, sodass er nicht mehr geladen wird.

# Datei öffnen
nano /etc/modprobe.d/blacklist.conf
# Inhalt ans Ende einfügen
blacklist xpad

Alternativ kann man das Kernelmodul auch mit rmmod entladen, was jedoch nicht permanent ist.

sudo rmmod xpad

Die Standardkonfiguration des XBOX-Controllers verursacht, dass man in Rocket League dauerhaft rückwärts fährt. Außerdem ist die Belegung falsch. Falls man nicht Fan einer gepflegten Nackenstarre ist, kann man xboxdrv mit folgender Konfiguration nutzen, die unter einem beliebigen Pfad abgelegt werden kann.

[xboxdrv]
silent = true
ui-clear = true
deadzone=4000
deadzone-trigger = 15%
#trigger-as-button = true

[ui-buttonmap]
A=BTN_A
B=BTN_B
X=BTN_X
Y=BTN_Y

START=BTN_START
GUIDE=BTN_MODE
BACK=BTN_SELECT

LB=BTN_TL
RB=BTN_TR

#LT=
#RT=

TL=BTN_THUMBL
TR=BTN_THUMBR

[ui-axismap]
X1=ABS_X
Y1=ABS_Y

X2=ABS_RX
Y2=ABS_RY 

LT=ABS_Z
RT=ABS_RZ

DPAD_X = ABS_HAT0X
DPAD_Y = ABS_HAT0Y

# EOF #

Wichtig: Bevor man mit dem Spielen loslegt, muss man jedes Mal den Controller mit dem Treiber starten. Das geht mittels sudo xboxdrv -c <pfadzurkonfig> --silent. Dann wechselt die vorher blickende Kontrolleuchte auf ein Dauerleuchten. Ohne Systemadministratorrechte bricht xboxdrv leider mit einem libusb-Fehler ab. Insgesamt lässt sich diese Aktion sicherlich automatisieren, damit man sie nicht jedes Mal per Hand ausführen muss.

Viel Spaß beim Tore schießen!


Bild: http://www.rocketleaguegame.com/media/screenshots/page/2/

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Gaming Kurztipp Linux

Spielen unter Linux: Das sollte man beachten

Spielen unter Linux ist momentan noch zum Teil ein komplizierteres Unterfangen. Abgesehen von der Verfügbarkeit diverser Spieletitel sollte man einige Punkte beachten, da einem sonst schnell der Spaß am Spielen vergehen kann. Ich möchte an dieser Stelle einige Vorschläge machen, die sich bei mir als hilfreich erwiesen haben.

Empfohlene Distribution nutzen Aufgrund der Menge an Distributionen unterstützen viele Hersteller zwar mehr oder weniger alle Distributrionen, aber aufgrund von unterschiedlichen Kerneln, Bibliotheksversionen etc. kommt es dennoch zu Inkompabilitäten. Daher würde ich empfehlen, die Distribution zu nutzen, die vom Hersteller empfohlen wird. Sollte keine Distribution empfohlen worden sein, sollte man eine möglichst unproblematische Konfiguration im System benutzen. Das heißt, man sollte keine Experimentalversionen nutzen, gerade wenn es an Punkte wie Grafik, C-Bibliotheken bzw. anderer essentieller Software geht. Momentan wird vor allem Ubuntu und seine Derivate unterstützt. Beachten sollte man bei Linux Mint (was ja auf Ubuntu basiert), das es sich auch als Linux Mint zu erkennen gibt. Es gibt Spiele, die nicht erkennen, dass es sich dabei im Endeffekt auch nur um ein Ubuntu System handelt. Da könnte es trotz der gleichen Basis zu Problemen kommen.

Geeigneter Desktop Es gibt Desktops, die besser mit Spielen klar kommen als Andere. Ich habe mit KDE 5 bisher die besten Ergebnisse erzielt. Dieser hakt kaum mit Fullscreen-Anwendungen. Natürlich sollte man bei KDE erwähnen, dass er nicht gerade schlank ist. Bei einem halbwegs modernen Desktop-Rechner sollte dies aber kein Problem darstellen. Besonders problematisch hingegen sind Tiling-Manager. Hier machen Spiele doch sehr umfangreiche Probleme.

Geeignete Hardware Dieser Punkt ist doch etwas strittig. Ich möchte hier keineswegs Werbung machen, aber die Mixtur aus wirklich schlechten Treibern macht aus der besten Hardware eine Katastrophe. Aus meiner Erfahrung konnte ich mit einer NVIDIA Grafikkarte deutlich bessere Ergebnisse erzielen als mit meiner damaligen AMD Grafikkarte. Ich kann nicht genau beziffern, an was die Probleme lagen, aber ich würde behaupten, dass es auch an den doch wirklich schlechten geschlossenen Treibern des Herstellers lag. Diese sind schon länger in der Kritik, da sie nicht besonders gute Ergebnisse erzielen. Problem zusätzlich: Auch mit den freien Treibern lässt sich oft kein wirklich besseres Ergebnis erzielen. WT Screenshot AMD Karte

Ich nehme inzwischen an, dass diese Grafikfehler auch treiberbedingt waren. Übrigens: War Thunder läuft in einer neueren Version mit NVIDIA Grafikkarte ohne größere Probleme bei mir auf 50-60FPS. Generell würde ich empfehlen, die Treiber vom Hersteller zu nutzen, auch wenn diese geschlossen sein sollten. Oft kann man (noch) eine bessere Leistung erzielen als mit den freien Treibern. Gebt Feedback! Gibt an den Hersteller Feedback. Berichtet Fehler. Ansonsten kann die Kompatibilität mit bestimmten Linux-Distributionen nicht verbessert werden, wenn der Entwickler die Probleme auf den einzelnen Distribution nicht kennt. Natürlich liegt es im Ermessen des Herstellers, ob er was für die Kompatibilität mit bestimmten Distributionen tut, aber berichten kann man ja trotzdem.

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Gaming Linux

Portal Stories: Mel auf Linux

Am 25.06.2015 wurde ein Portal Stories: Mel freigegeben. Dabei handelt es sich um einen Mod für Portal 2, der das Spiel um einige Karten erweitert. Rein von der Storyline ist das Spiel im Jahr 1952 angesiedelt und somit doch recht am Anfang der Portal Geschichte. Die Wahrscheinlichkeit, auf GlaDOS zu treffen, stufe ich somit doch als recht gering ein. Insgesamt soll der Mod 20 Karten mit einer gesamten Spielzeit von 12 Stunden bieten. Portal 2 muss installiert sein. Sonst könnte Dir das nachfolgend beschriebene Prozedere blühen: (Selbstgemachte) technische Hürden Ich hatte, schlau wie ich bin, Portal Stories: Mel vor Portal 2 installiert. Ich habe die Vermutung, dass dies ein Problem verursacht. Dabei hat man einen Silent Crash ohne Fehlermeldung von Portal Stories: Mel. Startet man Portal Stories: Mel (portal2_linux.sh) hingegen über die Shell, erhält man wichtige Erkenntnisse zur Fehlerfindung, welche unter anderem auf Fehlende Daten von Portal 2 hindeuten. Ich nehme daher an, dass dieses Problem nur dann auftritt, wenn Portal 2 nach Portal Stories: Mel installier wurde. Aber es lässt sich beheben: Zunächst sollte man den Pfad ermitteln. Das kann man über die Spieleigenschaften tun und die lokalen Spieldateien durchsuchen und den Pfad kopieren. Dies muss man für Portal 2 und Portal Stories: Mel tun. In einem Terminal muss man nun die Bibliotheken (*.so.*) aus Portal 2’s /bin/ Ordner in den Ordner /bin/ von Portal Stories: Mel kopieren. > Natürlich kann man das auch über einen Dateimanager tun.

In meinem Falle liegen die Steam-Spiele in der Pfad musst Du gemäß deiner Konfiguration anpassen.
cp 2/bin/.so. Stories\ Mel/bin/

Falls das Spiel nun immer noch nicht starten sollte, müssen über die Paketverwaltung noch Pakete installiert werden. Solltest du dich auf einem 64-Bit System befinden, musst du zuerst die 32-Bit Pakete zur Paketverwaltung hinzufügen (ich verwende Kubuntu, auf anderen Distributionen muss dies höchstwahrscheinlich auch sinngemäß durchgeführt werden):
dpkg –add-architecture i386
apt-get update

Folgende Pakete könnten fehlen. Am besten einzeln installieren und testen.
libuuid1:i386
libtcmalloc-minimal4:i386
libuuid:i386

Zum Spiel Das Spiel selbst basiert auf der Source Engine und macht auf meinen ersten Blick einen doch sehr hochwertigen Eindruck. Insgesamt fühlt sich Portal Stories: Mel eher wie ein DLC als ein Mod an. Man erkennt, dass manche Animationen und oder Charaktere offensichtlich aus Half Life 2 stammen und das die Engine schon etwas betagt ist, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Das Spiel selbst läuft sauber auf 60 FPS (war auch zu erwarten). > Ich gebe mit den Screenshots nur einige Eindrücke zum Spiel. Am besten Du spielst es selbst, ich will nur ungern spoilern.

 Bild: http://www.portalstories.com/

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Gaming Kurztipp Linux

War Thunder auf Steam erhältich/ Abhilfe „bei Kinderkrankheiten“

Gaijin hat gestern auch in Steam die Linux-Version von War Thunder veröffentlicht. Gerade für die Benutzer, die sich nicht mit dem im Terminal zu bedienenden Client zurechtfinden konnte, ist dies eine klare Alternative. Der Download ist 9 Gigabyte groß und ist damit etwas größer als die Windows-Version.

Hilfe bei den Kinderkrankheiten Da Linux naturgemäß zwischen einzelnen Distributionen unterschiede aufweist, kann es auf manchen Systemen zu Problemen kommen. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass gerade auf Arch Linux (unabhängig ob NVIDIA oder ATI-Karte im Einsatz) es noch zu vielen Problemen kommt. Ob die jetzt veröffentlichte Version die gleichen Probleme wie die Nicht-Steam-Version hat, ist unklar. Anbei eine kleine Auflistung von Fehlern, die sich im Nutzerforum herauskristallisiert haben: > Es ist gut möglich, dass Teile dieser Probleme bereits behoben wurde. Der Vollständigkeit halber führe ich sie hier aber noch einmal auf.

Segmentation fault beim Start Bei der Nicht-Steam-Version

Hat man War Thunder nicht über die Konsole gestartet, so wird der Client ohne eine zuerst sichtbare Meldung abstürzen. Um herauszufinden, ob man von diesem Problem betroffen ist, kann man in einem Terminal den Befehl
dmesg | grep aces

absenden. Dieses Programm zeigt Meldungen diverser Programme an. Durch grep „filtern“ wir nach dem Programm „aces“, bei dem es sich um die Anwendung hinter War Thunder handelt. Zeigt der Befehl hier einen oder mehrere „Segmentation faults“ an, so gibt es einen Workaround, der bei vielen funktioniert hat. Das Programm aces (War Thunder) muss mit dem Parameter -mode:windowed-resolution:breitexhoehe ausgeführt werden. Breite und Hoehe sind mit den Werten der Bildschirmauflösung zu ersetzen. Im Resultat startet das Spiel im Fenstermodus, was bei vielen funktioniert hat.

Bei der Steam Version

Falls du die Steam Version verwendest, geht dies natürlich auch: In der Steam Bilbiothek auf War Thunder rechts klicken und Eigenschaften auswählen. Im neuen Fenster den Punkt „Startoptionen festlegen“ wählen.

2bc6

An dieser Stelle dann
-mode:windowed-resolution:breitexhoehe

in das Texfeld eingeben.

Andere Probleme, z. B. Segmentation fault in einer Runde

Es gibt momentan noch eine große Liste weitere Probleme, die im Linux-Client auftreten. Im War Thunder Forum gibt es hierfür ein eigenes Unterforum. Die Mitarbeiter von Gaijin versuchen, diese Bugs zu beheben. Eventuell ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis alle Probleme behoben wurden. Wenn Du einen Fehler hast, dann lege ich nahe, zuerst dort nach zu schauen, ob nicht schon jemand anderes dieses Problem hat. Damit reduziert man die Menge unnötiger Anfragen an das Gaijin Team und diese können sich besser um die Problemlösungen kümmern ;)!

Test folgt

Ich werde die Steam-Version noch testen. Es folgt ein ausführlicher Testbericht.

Quellen

http://warthunder.com/de/news/1137-linux-version-auf-steam-verf%C3%BCgbar-de

Beitragsfoto: War Thunder Press Kit

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War Thunder für Linux erschienen

Nach einigen Wochen Verspätung ist es nun endlich soweit, der Linux-Client steht nun endlich der breiten Masse zur Verfügung. Bei War Thunder handelt es sich um eine Flug-/ Panzersimulation, die trotz des Free2Play Models eine hohe Qualität an den Tag legt. Fun Fact: War Thunder stammt vom Gaijin, welche bereits bei der legendären Il2-Reihe ihre Finger im Spiel hatten. Im unten verlinkten Blogartikel sprechen die Entwickler von „extensive testing“, somit gehe ich stark davon aus, dass der Linux-Client sich wegen nicht optimaler User Experience verzögert hat. Hoffen wir mal, dass sich das bezahlt macht 😉 Installation Der Client lässt sich nun über die Downloadmöglichkeit auf der War Thunder-Website herunterladen. Der Linux-Client funktioniert nur auf 64bit Systemen. Der Download umfasst eine *.tar.gz-Datei, welche entpackt werden muss. Anschließend in einem Terminalin das entpackte Verzeichnis mittels des Befehls cd updater-{Version} in das Verzeichnis wechseln und den Befehl ./updater ausführen. Der Update erstellt anschließend die notwendigen Ordner und startet den Download. Die Downloadrate schwankt aktuell von 100kbit/s bishin 1,6 Mbit/s, je nach Anbindung. Aber ich würde vermuten, dass heute einige Spieler diesen Client gleichzeitig herunterladen, daher ist an dieser Stelle Geduld gefordert. Steam Version folgt Die aktuelle Version kann man als portable Version verstehen, die Variante für Steam steht aktuell noch nicht zur Verfügung. Ich gehe davon aus, dass diese bis zum finalen Release von SteamOS zur Verfügung stehen wird. Testbericht folgt Ich lade aktuell den Client selbst herunter. Später folgt ein ausführlicher Testbericht. Quelle: warthunder.com

Beitragsbild: War Thunder Press Kit

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Spielen unter Linux: Es ist zum vergessen

In Zeiten von SteamOS könnte man ja denken, dass die native Unterstützung von Spielen für Linux sich inzwischen verbessert hat. Dem ist wohl nicht so. Ich würde ja mal behaupten, dass ich jetzt keinen schlechten Rechner habe (AMD FX unlocked, 8 GB Arbeitsspeicher, ATI Radeon HD 7750), aber selbst hier stockt es ständig.

DoubleFacePalm

Gestern hatte ich eine Runde Team Fortress 2 spielen wollen, wie gesagt. Wollen. Wenn die Frames ständig sich in den Keller verabschieden, ist das kein Spaß. Aber das ist nicht nur ein Problem von Source-basierten Spielen. Ich habe das Gefühl, wenn ein Spiel nicht von Beginn an, wie häufig bei Indie-Spielen, auf Linux mitentwickelt wird, dann werden die nachträglichen Portierungen häufig nicht so toll. Naja, man könnte ja zur Verteidigung sagen, dass Linux noch nicht zu lange für AAA-Produktionen eine erstrebenswerte Plattform darstellt. Aber dann sollte man diese Portierungen bitte als Beta kennzeichnen und nicht als finale Produkte. Vielleicht ist es ja auch die Tatsache, dass ich durch die Verwendung von Manjaro kein „Mainstream“-Linux benutze. Es wird leider derzeit viel zu stark auf Ubuntu/ Debian fixiert bzw. optimiert.

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Linux: UTF-8 Fehler in Source-Spielen beheben

Inzwischen gibt es diverse Source basierte Spiele auch für Linux, darunter, Portal, Portal 2, Left 4 Dead 2, Half Life, Garrys Mod und Team Fortress 2. Auf nicht englischsprachigen Linux-Installationen ist es möglich, dass beim Start folgende Fehlermeldung eingeblendet wird:

SetLocale('en_US.UTF-8') failed. Using 'C'. 
You may have limited glyph support. 
Please install 'en_US.UTF-8' locale.

Das Spiel läd‘ zwar, aber erst mit einer gefühlten Verzögerung. Diese Fehlermeldung ist jedoch kein Bug, sondern lediglich eine Konfigurationssache Deiner locales (=sprachbezogenen Einstellungen) deines Systems. Ich möchte Dir hier zeigen, wie sich dieses Problem beheben lässt.

Bei Locales handelt es um länderspezifische Informationen zu Sprache, Tastaturlayout oder auch Währungsangaben, die im System verwendet werden. Um diese zu aktivieren (bzw. zuerst zu generieren) muss in einer Datei eine Angabe verändert werden.

Zunächst musst Du die Datei /etc/locale.gen mit einem Texteditor Deiner Wahl öffnen (z. B. nano). Es ist wichtig, dass die Datei mit Systemverwalterrechten geöffnet wird, da wir darin Änderungen vornehmen müssen. Das öffnen geht in der Konsole z. B. so: sudo nano /etc/locale.gen In der Datei musst Du nun die Zeile

#en_US.UTF-8 UTF-8

suchen (in Nano geht das mit STRG + W) und das „#“ Zeichen davor entfernen. Anschließend speicherst Du die Dateiänderung (in Nano mit STRG + O). Im nächsten Schritt müssen die Locales generiert werden, da wir in der Konfigurationsdatei hierfür nun ein neues Locale zur Verwendung freigegeben haben. Die Generierung läuft einfach mit

sudo locale-gen.

locale_gen

Der Befehl „locale_gen“ sollte diese Ausgabe ausgeben. Nun lassen sich diverse auf der Source-Engine basierte Spiele starten, ohne dass diese Meldung jedes mal bestätigt werden muss. Viel Spaß beim beschwerdefreien Spielen 😉 !

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[Test] 0 A. D.

Am 24. Dezember1 erschien Alpha 15 „Osiris“ des Spiels 0. A. D von Wildfire Games. 0. A. D. entstand ursprünglich als Modifikation für Age of Empires, wurde jedoch seit 2002 als eigenständiges Spiel weiter entwickelt. Seit Juli 20092 wird 0. A. D. unter einer Open Source Lizenz angeboten. Der Quellcode selbst ist dabei unter den Bedingungen der GNU GPL veröffentlicht, die Mediendateien, Sounds, Sprites etc. sind unter CC-BY-SA lizensiert, damit Entwickler anderer Projekte Teile davon nutzen können. Tolle Idee! So genug zum Spiel allgemein – auf zum Test!

Installation

0 A. D. ist für Linux, Mac und Windows erhältlich. Dabei sind Pakete für Arch, Chakra, Debian, Fedora, Foresight, Frugalware, Gentoo, OpenSuse, Pisi, ROSA, Sabayon, Slackware und Ubuntu direkt in den Paketquellen der jeweiligen Distribution vorhanden. In meinem Falle (ich nutze Manjaro, ein Arch – Derivat) erfolgte die Installation mittels Pacman:

sudo pacman -S 0ad

Für die Nicht – Konsolenaffinen – Nutzer: Ihr könnt 0 A. D. natürlich auch über euer „Software Center“ installieren ;).

Für die andereren Distributionen ist die Installation ähnlich einfach. Wildfire Games hat für jede Distribution einen Hinweis zur Installation eingerichtet. Link zur Liste.

Die Installation ist erwartungsgemäß unkompliziert, es werden +/- 500 MB an Daten aus den Paketquellen heruntergeladen. Je nach Verbindunggeschwindigkeit kann dieser Download einen Moment in Anspruch nehmen. Und Los geht’s!

Nachdem das Spiel gestartet wurde, wird der Benutzer erst einmal von einem Warnhinweis begrüßt. Das schreckt‘ mich jedoch für meinen Test keinesfalls ab – für eine Alpha – Version sind solche Probleme zu erwarten. Ich sollte außerdem eine Seekarte spielen… Blendet man die Warnhinweise der Alpha aus, so zeigt sich schon früh, dass 0 A. D. qualitativ ein sehr hochwertiges Spiel ist. Es erinnert stark an das gute alte Age of Empires, nicht zuletzt, da es thematisch in einer ähnlichen Zeitepoche angesiedelt ist. In der aktuellen Alpha ist es möglich, sich in der Multiplayer – Lobby zu treffen und Spiele gegeneinander zu bestreiten – das gab es in der letzten Alpha noch nicht – ein großer Fortschritt. Ich werde – _aufgrund meiner miserablen Internetanbindung_ – jedoch das Singleplayer – Spiel testen.

Spielvariation in Hülle und Fülle

Es gibt bereits jetzt geschätzt mehr als 20 Karten und diverse spielbare Völker. Jedes Volk hat dabei verschiedene Vorzüge – manche haben bessere Waffen, manche haben hervorragende Nahkämpfer. Je nach Karte gibt es natürlich eine andere Auswahl an Völkern und Anzahl der Spieler. Es lässt sich bereits jetzt einstellen, ob der NPC dem Spieler freundlich oder feindlich gesonnen ist („Team“). Auch lassen sich beim NPC Einstellungen treffen, wie die künstliche Intelligenz des Spiels verhält. Zum Testen habe ich die Karte „_Persian Highlands_“ gewählt.

Das Spielen selbst

Das Spiel gestaltet sich in einer sehr vertrauten Form – es erinnert stark an AoE, was ich jedoch sehr begrüße – Strategiespiele werden schnell sehr unübersichtlich. Hier sehe ich direkt, welche Resourcen mir zur Verfügung stehen. Als Resourcentypen stehen Nahrung, Holz, Stein und Metalle zur Verfügung – dann mal los! Zu Beginn stehen einige wenige Kampfeinheiten und einige Bürger zur Verfügung. Jedes Volk hat dabei ein Dorfzentrum, dessen Verlust mehr als fatal endet. Die Karte ist zu Begin neblig, man muss zuerst entscheiden, ob man direkt auf Erkundungstour geht oder erst mal die Siedlung auf Vordermann bringt.

Häuslebaue!

Ich habe zuerst einmal eine befestigte Maueranlage errichtet. Die Animationen während des Baus eines Gebäudes sind stimmig, je nach selektierter Einheit kann man unterschiedliche Bauwerke errichten – so kann eine Nahkampfeinheit Kasernen und Wachtürme errichten, während Bürger(innen) der Siedlung eher für zivile Bauwerke (Häuser, Tempel) geeignet sind. Selektiert man eine „gemischte“ Gruppe verschiedener Einheiten, so lassen sich beide „Arten“ von Bauwerken errichten. Der Bau geht dann etwas schneller von statten.

Epoche auf Epoche

Hat man genügend Bauwerke errichtet und Ressourcen gesammelt, so kann man in der Epoche aufsteigen, wodurch neue Bauwerke zur Verfügung stehen. Beispielsweise lässt sich in der höhsten Epoche eine schwere Steinmauer errichten und besondere Einheiten, so genannte „Champions“ trainieren. Diese zeichnen sich durch besondere Stärke im Kampf aus.

Neu formieren!

Ein tolles Feature, das mir gerade bei anderen Echtzeit – Strategiespielen gefehlt hat, ist das Gruppieren der Einheiten. In 0 A. D. lassen sich Einheiten nach verschiedenen Mustern gruppieren, was gerade bei militärischen Interventionen mit anderen Völkern recht praktisch ist. Je nach Volk können sich die verfügbaren Muster auch unterschieden – beispielsweise die Römer können noch eine [Phalanx](http://de.wikipedia.org/wiki/Phalanx) – Formation einnehmen.

Vergleich mit den anderen Nationen

Nach dem Ende einer Partie lassen sich die einzelnen Spieler in den verschiedensten Kategorien vergleichen – das geht von gebauten Einheiten und Gebäuden über Eroberungen bis hin zu ausgebeuteten Ressourcen. Bemerkung: Je nach Karte verhält sich die künstliche Intelligenz der NPC’s anders. In dieser Karte haben die NPC’s eher sich um Ihre Bauten gekümmert, als Eroberungen zu tätigen. Es kann – gerade auf kleinen Karten – durchaus vorkommen, dass nach 20 Minuten ein Eroberer vor der Tür steht. Das sorgt für willkommene Spielvariation.

Der Alpha – Dämpfer

Wie in der Warnung zu Beginn gelistet, ruckelt das Spiel bei der Bewegung vieler Einheiten. Nach 45 Minuten Spielzeit und ca. 50 – 70 Einheiten begann das Spiel auf meinem System\* spürbar zu ruckeln. Es handelt sich dabei um eine bekannte Problematik, die bestimmt innerhalb der nächsten Updates behoben wird. Lobend zu erwähnen ist, dass dies während meines Spiels die wirklich einzige erkennbare „Macke“ einer Alpha war. Die Einheiten fanden Ihren vorgegebenen Zielpunkt (außer man sperrt natürlich die Stadttore zu :D), die Kollisionserkennung beim positionieren neuer Bauten funktionierte einwandfrei. \*AMD Athlon X2 250, 4 GB RAM, ATI Radeon HD 7750 (unfreie Treiber), Linux 3.10.25.

Zusammenfassung für 0 A. D.

0 A. D. ist ein in sich stimmiges, professionell gestaltetes Spiel, das unter Linux nativ läuft. Bis auf einige alphalastige Probleme ist das Spiel bereits jetzt ohne weiteres spielbar. Der Spieler kann aus einer Hülle verschiedener Völker und Karten wählen, was zu einem tollen Spiel beiträgt. Für Fans der Age of Empires – Spiele ist das Spiel wirklich zu empfehlen!

  • Pakete in nahezu allen gängigen Distributionen vorhanden
  • Bereits in der aktuellen Alpha 15 großenteils spielbar…
  •  Innovatives Lizenzmodell zu Gunsten anderer Entwickler (GPL + CC)
  • Viele spielbare Völker und Karten
  • Praktisches Gruppierungs – Feature für Einheiten
  • ..ruckelt (noch) nach einer Zeit spürbar
  • Manche Einheiten laufen (noch) etwas wirr‘ zum Ziel.
  • Etwas nerviges Gebrabbel beim Anklicken der Einheiten

Homepage: <http://play0ad.com/> Hersteller: [Wildfire Games](http://wildfiregames.com/) Lizenz: GPL (Code) + CC (Medien)