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Linux News Open Source

Das KDE-Projekt feiert den 20. Geburtstag

Man darf dem KDE-Projekt gratulieren: Heute wird das Projekt 20 Jahre alt.

Projektgründer Matthias Ettrich begründete das Kool Desktop Environment (KDE) mit einer Mail vom 14.10.96 and die Liste comp.os.linux.misc auf der Suche nach Entwicklern.

Längst umfasst das Projekt nicht mehr nur einen reinen Desktop. Wer die nun zwei Jahrzehnte lange Geschichte des Projekts in einer interaktiven Zeitleiste nachverfolgen will, kann dies unter einer eigens dafür eingerichteten Timeline-Seite tun.


Bild: Konqi, das KDE Maskottchen: https://community.kde.org/Promo/Material/Mascots (LGPL)

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Open Source Tutorial Unix

FreeBSD: SSHFS benutzen

Ich benutze unter Linux oft gvfs-mount zum Einhängen entfernter SFTP-Verzeichnisbäume. Ich selbst habe dieses unter FreeBSD nicht zum laufen bewegen können. Daher habe ich mich nach Alternativen umgesehen und bin auf sshfs gestossen, dass im Endeffekt das Gleiche wie gvfs-mount tut (im Hintergrund ist das Ganze natürlich etwas anders).

Am Anfang gibt es ein paar mögliche Fehler, die ich lange Recherchieren musste. Ich sammle hier einige Fehler und deren Lösungen, die auf meinem nahezu frisch installierten FreeBSD 10.3 aufgetreten sind. Vielleicht erspart das dem ein oder anderen ellenlanges Recherchieren.

Vorweg: Ich habe sshfs über pkg als Binärpakete installiert, nicht über den Ports-Tree. In meiner /etc/sysctl.conf steht zusätzlich noch ein vfs.usermount=1, damit „normale“ Benutzer auch mounten können.

Folgende Pakete sind installiert:

# pkg info  | grep fuse
fusefs-libs-2.9.5              FUSE allows filesystem implementation in userspace
fusefs-sshfs-2.7               Mount remote directories over ssh

sshfs funktioniert im Grunde ganz einfach. Man hängt den entfernten Baum in einem Verzeichnis (aka Mountpoint) ein, z. B. in (das man zuvor selbst anlegt). Anschliessend kann man mitsshfs user@server:/path/ das Verzeichnis anhängen. Mit mount kann man nachgucken, ob der Baum noch eingehängt ist und umount /dev/fuse kann man den Baum dann auch aushängen.
Es gibt zum Aushängen des Baums (zumindest unter Linux) wohl auch ein fusermount -u , dass ich aber inpkg` nicht finden konnte.

Fehler: Prozess kann das FUSE-Device nicht finden

Das liegt daran, dass die Device-Datei /dev/fuse über das Kernelmodul fuse erzeugt bzw. verwaltet wird. Daher muss man es mit kldload fuse laden. Mit kldstat kann man prüfen, ob es auch wirklich geladen wurde.

# kldstat 
Id Refs Address            Size     Name
 1    3 0xffffffff80200000 17bc680  kernel
# kldload fuse
# kldstat
 1    3 0xffffffff80200000 17bc680  kernel
 2    1 0xffffffff81a11000 df9a     fuse.ko

Damit man das nicht jedes Mal tun muss, kann man fuse_load="YES" in die Datei /boot/loader.conf eintragen. Dann wird das Modul beim Booten automatisch mitgeladen.

Fehler: Prozess kann das FUSE-Device nicht benutzen

Fehlermeldung: unable to open FUSE device: Permission denied

Per Default sind die Berechtigungen auf dem Device /dev/fuse auf root:operator. Ist der Benutzer nicht in der Gruppe drin, kann er folglich auch nicht darauf zugreifen.

user@boexli [13:53:31] [ 
-> % ls -la /dev/fuse*
crw-rw----  1 root  operator  0x55 Sep 22 13:50 /dev/fuse

# pw usermod user -G operator

Nachdem der Benutzer sich einmal wieder neu angemeldet hat, sollte der Fehler nicht mehr auftreten.

Problem: Symlinks sind kaputt

Wenn man einen entfernten Server ohne Optionen einbindet, sind die Symlinks kaputt (File not found). Das kann man recht leicht beheben, indem man den Parameter -o follow_symlinks sshfs mitgibt. Dann funktionieren auch Symlinks. Ursprünglich war die Option mal transform_symlinks, funktioniert aber schon seit ca. 2011 so nicht mehr.

Der volle Befehl lautet dann `sshfs -o follow_symlinks user@server:/dir/ .


FreeBSD Logo: https://www.freebsd.org/de/logo.html

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Distrochooser In eigener Sache Open Source Projekte

Distrochooser: Aktuelles

Nach längerer ruhigen Phase hier ein Update, wie es um den neuen Distrochooser steht.

Änderungen

  • In zentralen Komponenten wird jetzt auf Vue.js statt jQuery gesetzt
  • Teilen von Ergebnissen jetzt mit url/?test=nummer statt url/?answers=1,2,3,4,5,6,7
  • Chart.js auf 2.x Version aktualisiert
  • Die Statistiken über die beliebteste Distribution wird in Zukunft nur noch von mir in den Jahresberichten bekannt gegeben (siehe Bericht 2016)
  • Fragen als wichtig markieren ist nun möglich (Frage wird dann doppelt gewichtet)
  • Fragen mit Bildantworten
  • Weniger Modaldialoge
  • Ergebnisse werden als Text begründet
  • Keine Monstermatrix mehr
  • Es gibt nur noch den relativen Modus. Daher sind die Ergebnisse prozentual geordnet
  • Ergebnisse können kommentiert werden
  • Die Sprachwahl wird nun auch mobil dargetellt

Beta, aber…

Unter beta.distrochooser.de kann die Beta getestet werden. Ich bitte folgendes zu beachten:

  • In der Frage 3 sind die Bilder noch Platzhalter
  • Die Matrix ist noch nicht fertig. Siehe Punkt „Matrix“
  • Der Auswerten-Knopf ist manchmal buggy, wenn man die Auswertung bereits offen hat
  • Die Diagramme sind noch nicht wirklich aufgehübscht
  • Fragen können noch rausfliegen oder geändert werden
  • Es gibt noch einige aus Designsicht unschöne Ecken, die bis zur finalen Version aber korrigiert werden
  • Browserkompalibität ist noch nicht getestet
  • Das eine Beta-Version noch unstabil ist und nicht das fertige Produkt beschreibt sollte klar sein

Die Matrix

Die Ergebnismatrix ist erst einmal rudimentär vorhanden. Mein Augenmerk liegt zunächst darauf, den Code voran zu bringen und Altlasten zu entsorgen.

Die Matrix wird so geändert, dass mehr Unterschiede zwischen den Distros erkennbar sind. Daher wird z. B. die Zuordnung freie Software nur noch bei den Distros vergeben, die nur auf freie Software setzen (z. B. Fedora). Distros wie Ubuntu, Mint und co. erhalten diesen Tag nicht, da sie auch auf proprietäre Software setzen. Aber das nur als Beispiel.

Der Slashdot-Effekt und seine Folgen

Pro Tag verursacht der Distrochooser etwa 2-4 Gigabyte an Traffic. Der Distrochooser hat eben viele Grafiken und recht viele API-Aufrufe. Damit komme ich überschlagen schon auf über 100 Gigabyte pro Monat. Ich werde durch meinen Hoster angehalten, meinen Traffic unter 100 Gigabyte zu halten. Momentan erreiche ich das – wenn überhaupt – nur mit Biegen und Brechen. Wenn der Distrochooser nun irgendwo verlinkt wird erhöht sich der Traffic um ein Vielfaches. Klar, ich bin äußerst dankbar für solche Verlinkungen, aber Traffic kosten nunmal Geld.

So geschehen vorletztes Wochenende, als ich von der Tagesschau in einem Artikel anlässlich zum 25. Geburtstag von Linux verlinkt wurde. Dadurch hat sich mein Traffic an einem Tag verdreisigfacht – oder in Testszahlen: 17 000 statt 500. Ich wurde quasi getagesschaut. Glücklicherweise hat die API die vielen Tests abarbeiten können, sodass sich hier glücklicherweise kein weiteres Problem auftut.

Wegen dem Traffic werde ich für die Bereitstellung der Biblitotheken https://cdnjs.com benutzen.

Nun wäre meine Idee: Je nach gesetztem DO-NOT-TRACK-Header werden JS und CSS-Bibliotheken von mir oder von einem CDN geladen. Wem also Datenschutz sowieso wichtig ist kann einfach mit dem Header die Verbindung zum CDN unterbinden. Ich bitte um Feedback zu dieser Idee.

Auf lange Sicht wird der Distrochooser mehr Kosten verursachen als ich mir je als realistisch vorgestellt habe. Momentan kostet mich der Distrochooser pro Jahr neben den Kosten für Hosting und Domain zuzüglich einen unbestimmten Anteil aus der notwendigen Arbeitszeit für Updates, Artikel und Mails (u. a.). Es ist davon auszugehen, dass der neue Distrochooser auf Dauer auch mehr Traffic produzieren wird. Dadurch werden auch die Kosten steigen, wenn ich die 100 Gigabyte pro Monat nicht halten werden kann.

Lange Rede, kurzer Sinn. Es geht um das Geld. Ich werde einen Spendenlink einrichten, zunächst über Paypal eine Spende erlaubt. Sollte jemand Ideen für andere Kanäle oder Ideen haben, gerne her damit.

Da leider oft Spenden kaum lohnen, muss ich auch realistisch denken und mich anderen Ansätzen, u.a. mit dem Thema Werbung auseinandersetzen. Ich weiß noch nicht, ob und wann ich Werbung schalten muss. Im Falle des Schaltens von Werbung werde ich Nutzer von Adblockern nicht auf Knien anbetteln, den Werbeblocker abzuschalten. Wenn Du als Besucher bereit bist, den Blocker auszumachen dann sag ich danke!, wenn Du das nicht tust ist das genauso okay.

Ich kann nicht sagen, über welchen Werbeanbieter ich das Ganze machen würde. Denn es gibt noch drei große Haken, die ich noch nicht voll geklärt habe: Malwertising, Datenschutz und Steuern. Bevor ich mir nicht bei allen drei Dingen sicher fühle, meine Besucher nicht einer möglichen Gefahr und/ oder anderen negativen Auswirkungen auszusetzen, wird keine Werbung geschaltet. Vielleicht kommt ja durch die Spenden ein bisschen was rein.

Ich sag schon mal im Voraus Danke!

tl;dr

  • Testversion unter beta.distrochooser.de erreichbar; Ergebnismatrix noch unvollständig
  • Traffic kratzt z. T. an 100 Gigabyte pro Monat
  • Spendenlink und/ oder Werbung kommt. Letzteres nur wenn keine negativen Auswirkungen für den Besucher kommen. Kein „Adblocker ausmachen mimimi“-Betteln
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News Open Source PHP Programmieren

PHPMap.co: Neue Plattform für PHP-Entwickler

PHPMap ist eine neue Entwicklerplattform von Florian Wartner. Der Dienst bietet die Möglichkeit, mit anderen PHP-Entwicklern in Kontakt zu treten oder Wissen mit der Community zu teilen. Dank der Karte ist es auch einfach in der Region andere PHP-Entwickler zu finden.

User haben auf der Plattform einen eigenen Feed und können Artikel verfassen. Die Community umfasst derzeit um die 350 Entwickler, es werden täglich mehr.

Das Projekt ist noch in aktiver Entwicklung, es ist Open Source (MIT-Lizenz), der Sourcecode ist auf GitHub zu finden. Jeder kann somit am Projekt mithelfen oder neue Ideen einbringen.

Mehr Infos zum Projekt gibt es direkt auf PHPMap.co oder bei Twitter unter @phpmapco bzw. bei Florian Wartner direkt (@fwartner).

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Distrochooser In eigener Sache Linux Open Source Projekte

Distrochooser 100k

Gestern um 11:23:53 hat der Distrochooser den 100000. Test geliefert. Damit hat es 1 Jahr und 3 Monate gedauert, um das Ziel von 100000 Tests zu erreichen.

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Distrochooser In eigener Sache Open Source Projekte

Zwischenstand: Distrochooser 3.0

Der Distrochooser 3 befindet sich in aktiver Entwicklung. Ich möchte in diesem Beitrag über den aktuellen Stand informieren.

Änderungen der Ergebnisfindung

Die wohl größte Änderung: Der neue Distrochooser basiert auf Schlüsselwörtern und nicht mehr auf konkreten Antwort<>Distribution-Zuordnungen. Dadurch erhoffe ich mir, besser zwischen Distributionen unterscheiden zu können. Gleichzeitig ermöglicht dieser Ansatz, einfacher bestimmte Antworten zu gewichten. Hierfür ist neben dem Fragentitel ein Sternsymbol abgebildet.

Die Möglichkeit, Fragen zu gewichten, bringt eine Differenz in die Ergebnisse. Ein Beispiel:

Ubuntu, Debian und OpenSuse sind in der Ergebnismenge mit gleicher Punktzahl enthalten. Gewichtet der Benutzer die Frage, ob er kostenpflichtigen Support haben möchte schwerer, so wird die Frage mehr gewichtet und OpenSuse erhält mehr Punkte, wenn der Benutzer entsprechend geantwortet hat.

Negierte Zuordnungen

Neu sind „negierte Zuordnungen“. Noch ein Beispiel:

Regulär haben Distributionen Schlüsselwörter. Z. B. hat Ubuntu unter anderem den Tag hdd-install aufgrund der Tatsache, dass man es auf der Festplatte installiert.

Als „negierte Zuordnung“ hat Ubuntu unter anderem rescue (Einsatz zur Datenrettung).

Wählt also der Benutzer im Verlauf des Tests die Verwendung zur Datenrettung aus, so wird er nicht Ubuntu erhalten. Dadurch ergibt sich die Tatsache, dass auch „0-Distributionen-Ergebnisse“ geliefert werden können. Das sind dann Ergebnisse, die einfach nicht möglich sind. Oder wie soll ich ein Linux auf der Festplatte installieren, dass ich zur Datenrettung einsetzen will?

Und bevor jetzt wieder einer schreit: Der Distrochooser sieht nach wie vor aus der Perspektive eines Anfängers. Exotische Linux-Konstellationen, wie man sie nur von geübten Nutzern erwarten kann, werden weiterhin nicht berücksichtigt.

Ich arbeite noch an einer Anzeigeform, welche die Ergebnisfindung textbasiert oder grafisch aufbereitet. Diese Aufbereitung wird sich weniger auf konkrete Fragen als mehr auf die Gesamtheit der gegebenen Antworten beziehen.

Tief unter der Haube

Im LDC 2 war jQuery die treibende Kraft. Im LDC 3 spielt jQuery nur noch eine Nebenrolle. Der neue Distrochooser basiert auf vue.js, was einen deutlich moderneren Ansatz ermöglicht und den Frontend-Code ausdünnt.

UX

Ich vermeide in der neuen Version die Verwendung von Modal’s (also den aufploppendem Fenster über dem aktuellen Seiteninhalt), weil diese gerade auf Mobilgeräten immer mal wieder Probleme gemacht haben.

Die Ergebnisse werden nun am Fuße der Seite dargestellt. Mit einem Klick auf „Auswerten“ in der rechten Box springt man automatisch dort hin. Alternativ kann man auch direkt auf den Reiter „Ergebnis“ klicken.

UI (Mobil)

Auf Mobilgeräten konzentriert sich der neue Distrochooser auf die Fragen. Die rechte Box wird auf Mobilgeräten nicht mehr angezeigt, die Auswertung wird automatisch vorgenommen, sobald man auf den „Ergebnis“-Reiter am Fuße der Seite klickt.

Feedback & Social

Ich hatte bisher das Gefühl, dass dem Distrochooser eine direkte Möglichkeit des Feedbacks fehlte. Daher ist es nun möglich, neben der Angabe von Sternen zur Bewertung des Ergebnisses auch noch einen kurzen Kommentar anzugeben.

ergebnis_kommentare

Teilt man ein Ergebnis, so wird nicht mehr die Ergebnismatrix mit einer ellenlangen URL, sondern der Test direkt geteilt. So wird aus

http://distrochooser.de/?r=l&answers=1,2,3,4,5,6,7,8,9,10

ein kürzerer Link mit einem Parameter test.

http://distrochooser.de/?test=12345

Die Funktion bleibt die gleiche. Bestehende Tests werden nicht mehr verändert. Wird in einem über einen test=xy-Link aufgerufenen Test eine Frage verändert, wird daraus ein neuer Test, was daran zu erkennen ist, dass der Teilen-Link sich verändert.

Die Möglichkeit, das Ergebnis direkt in Sozialen Netzwerken zu teilen, ist weiterhin vorhanden, und zwar für folgende Netzwerke:

  • Twitter
  • Facebook
  • Google-Plus

Entfernt wurde der mailto– Link zum Teilen per Email. Ebenfalls entfernt wurde der Teilen-Button Links oben. Dieser war redundant zu den Buttons im Ergebnis.

Testversion?

Es gibt zwar eine Testversion, aber diese ist nicht öffentlich. Die neue Matrix ist noch nicht fertig, was dazu führt, dass noch grottenfalsche Ergebnisse geliefert werden. Erst, wenn die Matrix fertig ist, kann ich die Testversion öffentlich machen. Darüber werde ich zu einem geeigneten Zeitpunkt informieren.

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Kurztipp News Open Source ReactOS

Interessant: Spiele auf ReactOS 0.4.1

ReactOS ist ein Betriebssystem, das sich als Ziel gesetzt hat, mit Windows kompatibel zu werden. Ich schreibe hier immer mal wieder über ReactOS, weil das Projekt in meinen Augen viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Nun hat der YouTube-Nutzer „??? Illen“ Youtube-Videos hochgeladen, in dem er Skyrim und Need for Speed Underground 2 spielt. Die Spiele laufen noch nicht wirklich flüssig und der Ton fehlt, aber die Tatsache, sie überhaupt ausgeführt werden können, ist beeindruckend.

Skyrim

Need for Speed Unterground 2

Ich finde, das sagt schon viel über den Stand von ReactOS aus. Wer mehr über ReactOS erfahren will, findet auf https://www.reactos.org/ die Projekthomepage.

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News Open Source ReactOS

ReactOS: Version 0.4.1 veröffentlicht

https://www.reactos.org/wiki/File:ReactOS_logo.png

Das ReactOS Team hat nach 3 Monaten Arbeit die Version 0.4.1 freigegeben. ReactOS hat das Ziel, ein quelloffenes Betriebssystem zu schaffen, das mit Windows kompatibel ist. ReactOS ist noch eine unstabile Version, allerdings gibt es schon einige Programme, die ausgeführt werden können.

Version 0.4.1 bringt nun die Unterstützung für BTRFS, sowohl lesend als auch schreibend. In der Benutzeroberfläche wurde die Shell verbessert, wodurch die Icons und Verzeichnisse besser dargestellt werden.

USB-Geräte werden ebenfalls besser unterstützt, sodass das System nicht mehr so oft abstürzt (Anmerkung: ReactOS wird aufgrund es Stadiums noch oft abstürzen). Eine tolle Neuerung ist, dass ReactOS nun Shared Folders, wie die von VMWare Player oder VirtualBox, unterstützt.

Weitere Details kann man dem Changelog entnehmen.


Bild/ Quelle: https://www.reactos.org/project-news/reactos-041-released, https://www.reactos.org/wiki/File:ReactOS_logo.png

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Distrochooser In eigener Sache Open Source Projekte

State of the Distrochooser

Der Distrochooser liegt aktuell bei etwas über 80000 gemachten Tests und über 100000 Clicks. Diese Werte wurden in einem Jahr erreicht. Für mich ein Anlass, über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten. Keine Angst, es folgt keine Statistikorgie.

Der Distrochooser 3

Der Distrochooser 3 ist nach wie vor in Arbeit. Man hört nur nicht viel darüber, weil ich vor allem daran bin, die neue Ergebnisberechnung zu entwickeln. Das ist ein eher leiser Prozess.

Der neue Distrochooser gleicht dem Distrochooser 2 äußerlich sehr, aber hat eine andere Ergebnisfindung eingebaut. Ziel ist, Distributionen anhand von Kriterien mit den Kriterien der gegebenen Antworten zuzuordnen. Ziel ist es, den Hauptkritikpunkt über den Distrochooser etwas zu entschärfen.

Ein Beispiel: Der Benutzer gibt die Antwort „Es soll einfach zu bedienen sein“. Die Antwort ist mit dem Kriterium „Benutzerfreundlichkeit“ verknüpft. Bei der Auswahl Distribution wird anschließend nicht Antwort X auf Distribution Y starr zugeordnet (wie bisher), sondern über die Tags ermittelt, welche Distribution „am besten liegt“, d. h. mit den gegebenen Tags am weitesten übereinstimmt:

Eine Distribution wird auf den Kriterien Gewichtungen haben, damit die Distributionen besser differenziert werden können bzw. die Ergebnisse naturgemäß sich weiter voneinandere entfernen.

Ubuntu wird dann beim Kriterium Benutzerfreundlichkeit einen gewichteteren Wert haben als jetzt z. B. Gentoo. Und bevor jetzt jemand mir Distrobashing vorwirft: Wir reden hier immer noch aus Sicht von Anfängern.

Wird das Kriterium „Benutzerfreundlichkeit“ über die Antworten indirekt durch den Benutzer schwerer gewichtet, kann dies bei der Ergebnisfindung dann auch beachtet werden. Das ist momentan aufgrund der starren Zuordnung nicht möglich.

Das Ziel dieses neuen Wegs ist, mehr zwischen schwarz und weiß unterscheiden zu können und dem Distrochooser zu ermöglichen, besser mit unklaren Ergebnissen umzugehen, was wie bereits erwähnt der Hauptkritikpunkt ist.

Der Distrochooser 3 wird in die Zielgerade gehen, wenn der Vorgänger 100 000 Tests erreicht hat. Aktuell werden pro Monat etwa 4000 Tests gemacht. Also kann man in etwa einem halben Jahr mit der neuen Version des Distrochoosers rechnen. Wenn mehr Tests gemacht werden, entsprechend schneller. Dann wird der neue Distrochooser, wie zuvor beim Distrochooser 2, zunächst in eine Beta gehen und dann zeitnah den Distrochooser 2 komplett ersetzen.

Der neue Distrochooser wird dem alten, wie bereits erwähnt, äußerlich stark ähneln. Ziel der neuen Version ist nicht, wieder was komplett neues aufzubauen, sondern den etablierten Distrochooser um eine bessere Logik zu erweitern.

Thank you

Ich möchte mich an dieser Stelle bei denen bedanken, die den Distrochooser in Foren, Blogs, Webseiten in Diskussionen einbringen und so die Bekanntheit weiter steigern. Danke dafür !

Die Tatsache, dass es in (Online-) Zeitungen Artikel über Linux gibt und Leser von sich aus dort den Distrochooser in Kommentaren erwähnen, signalisiert mir, dass der Distrochooser die Arbeit wert ist und seinen Dienst tut. Sonst würden Leser das nicht tun. Es gibt sogar Artikel, wo der Distrochooser im Artikel selbst vorkommt, z. B. in einem Artikel vom Handelsblatt oder der Sächsischen Zeitung.

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Kurztipp Linux Netzfund Open Source Server Unix

Erklär mir die Shell

Für Anfänger stellen komplexere Terminalbefehle wie cat /var/log/bla.log | tail | grep -E "\d{4}" böhmische Dörfer dar. Die Webseite explainshell.com bietet eine interessante Idee, sich die Terminalbefehle erklären zu lassen. Auch recht komplexe Befehle werden ausführlich erklärt. Zum Erklären benutzt der Dienst die Manpages der jeweiligen Programme. Standardwerkzeuge, die man nahezu in jeder Linux-Distribution findet, sind im Dienst enthalten. Ich würde gerade Anfängern, die gern Befehle aus Tutorials ungeprüft ausführen, empfehlen, sich Befehle einfach mal damit erklären zu lassen. Übrigens: Mein Beispiel erklärt explainshell.com so. explainshell.com selbst ist Open Source (GPL), der Quelltext steht auf GitHub zur Verfügung.


Beitragsbild: https://stocksnap.io/photo/N8ZLL50G1A

Screenshot: explainshell.com, 04.12.2015 09:50.